Der Autor 

Der Autor, der unter Pseudonym schreibt, wurde in Oberschlesien geboren, wuchs aber im Rheinland auf. Er arbeitete jahrelang als Toningenieur und produzierte Sprach- und Musikaufnahmen für die Industrie sowie für Funk und Fernsehen.                 Als Gema-Autor schuf er viele Instrumentaltitel und eine ganze Reihe von Kinderliedern.                              

Heute lebt er im Hochtaunuskreis (Hessen).

 

 

 

Chris Baca

Ein Dorf wie viele andere

Bis auf seine Eigenheiten

( Ein rheinländisches Memoir )

ISBN: 978-3-96123-098-3

Eifeler  Literaturverlag / Verlagsgruppe Mainz

Süsterfeldstr. 83, 52072 Aachen

www.eifeler- literaturverlag.de

 Ladenpreis: EUR 15 (D)

 

Klappentext

Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs schweigen die Waffen und der kleine Wolfgang muss mit seiner Mutter und seinen Großeltern die oberschlesische Heimat verlassen. Sie landen schließlich im Rheinland, im Heimatdorf seines in Russland vermissten Vaters, wo sie eine der ersten Flüchtlingsfamilien aus dem Osten sind. In einer Melange aus schlesischen Traditionen und rheinischer Gelassenheit verbringt Wolfgang seine Kindheit in einem Dorf, das wie so viele andere ist - bis auf seine Eigenheiten.

Viele Jahre später berichtet er dem Autor Chris Baca von jugendlichen Abenteuern, eigenwilligen Ritualen und ganz Alltäglichem in den ersten Jahren nach dem Krieg.

            

Chris Baca

Chris Baca

Chris Baca

PERFEKT ABGEMISCHT

ISBN: 978-3-96123-149-2

Eifeler  Literaturverlag / Verlagsgruppe Mainz

Süsterfeldstr. 83, 52072 Aachen

www.eifeler- literaturverlag.de

 Ladenpreis: EUR 15 (D)

 

 

Klappentext PERFEKT ABGEMISCHT

Chris Baca beginnt sein Buch mit folgendem Satz:

>>Bevor ich sehr viele Jahre später mit meinem Pseudonym Chris Baca als Musik- und Literaturschaffender  tätig wurde, war ich ganz einfach ein Mensch namens Peter Bucher<<

In Schlesien geboren und im Rheinland groß geworden, hatte er sich nach dem Abitur für ein Toningenieur-Studium entschieden, eine Kombination aus Technik und Musik - Als Basis für die professionelle Arbeit im Tonstudio (Industrie), beim Radio, beim Fernsehen, beim Film...

Peter Bucher war bei der Industrie gelandet. Im Laufe seines Berufslebens agierte er in fünf verschiedenen Studios. Was er in den langen Berufsjahren so alles erlebt hat, berichtet er jetzt als Chris Baca: Lustige, unterhaltsame, nachdenkliche und informative Erlebnisse.

Leseprobe von EIN DORF WIE VIELE ANDERE (Seite 19)

Mittlerweile konnte man dem Jungen auch schon kleine Aufgaben zutrauen. So drückte Onkel Erich  ihm ein paar abgelatschte braune Schuhe unter ein Ärmchen und schickte ihn damit zwei Häuser weiter zum Dorfschuster: >>Der sieht dann schon, was gemacht werden muss<<, sagte er nur. >>Du weißt doch bestimmt, wo der Schusterv wohnt? Auf dieser Straßenseite. Das zweite Haus rechts!<<                                  Es handelte sich bei den Schuhen unverkennbar um die mit den stark abgelaufenen Absätzen. Wolfgang machte die paar Schritte zu der - von allen sogenannten - Schusterbude. Aber nach dem kurzen, dreistufigen Treppenaufgang im Innenhof gelangte er an die etwas offenstehende und stark in die Jahre gekommene blassgraue Eingangstür und sah beim Reingehen erstmal nichts. Und zwar gar nichts. Die Bude war vom Zigarren- und Pfeifenrauch dermaßen vollgequalmt, dass er fast nur hineinstolperte, zusätzlich von einem schmalen Sonnenstrahl stark geblendet, der in dem verdreckten Fenster gegenüber tatsächlich eine winzige, fast saubere Öffnung gefunden hatte, um diese zu durchdringen. Es hockten, soweit er das in dem stinkenden Nebel erkennen konnte, so drei, vier Männergestalten auf wackligen Stühlen und murmelten in einem ihm noch unverständlichen Dialekt , zusätzlich erschwert durch die in den Mündern herunterhängenden Zigarren und Pfeifen. Vielleicht waren die Zähne vom Qualmen genauso wacklig und gelbbraun wie die harten Stühle, auf denen sie saßen? Den umherwabernden speziellen rheinischen  Dialekt , von den Einheimischen kurz und bündig >Platt< genannt, musste er noch lernen. ...

Leseprobe von PERFEKT ABGEMISCHT (Seite 220)

Danach begab ich mich ins Studio, um eine letzte Inspektion vorzunehmen und Herrn Hoffman zu fragen, ob die Männer alle Texte und Melodien auswendig drauf hätten oder ob ich lieber schnell die Notenpulte verteilen sollte. Hoffmann grinste nur und sah mich leicht triumphierend an: >>Nicht nötig, Herr Bucher. Schauen Sie sich den ganzen Verein einfach mal von hinten an, dann wissen Sie, wie wir die Notenblatt-Angelegenheit gelöst haben. Die Melodien haben die ja drauf, da hab ich keine Sorgen, aber bei den Texten hapert's bei dem einen oder anderen gewaltig. Bei Liveauftritten ist das ja noch zu verschmerzen. Da geht es meist in der Menge unter. Aber jetzt bei der Aufnahme?!<<                                                                                     >> Das gibt's doch nicht! Schau dir das an!<<                                                                                                            Ich staunte nicht schlecht, als ich die geballte Ladung von Männerrücken betrachtete. Wie aufgeklebte Tapetenstücke hingen die Notenblätter auf den Silberrücken. An den Hemden und Pullovern befestigt mit Sicherheitsnadeln, Büroklammern und Klebestreifen. Jetzt konnte auch ich mir ein breites Grinsen nicht verkneifen bei der Frage, was die erste Reihe nun machte, da sie ja leider keine Textrücken vor sich hatte. Bei dieser Frage rang sich Ludwig Hoffmann schnell die folgende einfache Lösung ab: >>Da müssen wir halt in Gottes Namen ein paar Pulte hinstellen, in der vorderen Reihe geht das ja problemlos. Aber zwischen den Reihen gäbe es mit den Pulten nur Gerappel und Geschepper. Mit den langen Quadratlatschen treten die doch überall dagegen. Und wenn die alten Knaben die Noten in der Hand halten müssten... dann viel Spaß mit dem Rumgeblätter und dem ständigen Geknister. Das hab ich mir schlauerweise vorher alles überlegt. Wir haben ja kein Fernsehen, und da ist dieser Trick mit den Rücken eine prima Lösung.<<       

Dem hatte ich nichts Entscheidendes entgegenzusetzen. Man lernt nie aus. ...